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Prof. Dr. Frank Rösler

e-Mail:   roesler <at> staff.uni-marburg.de

           frank.roesler <at> uni-hamburg.de

Curriculum Vitae

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laufende Forschungsprojekte

Aktuelles

Lehrveranstaltungen


Aktuelles: Lehrbuch:

Rösler, F. (2011). Psychophysiologie der Kognition – Eine Einführung in die kognitive Neurowissenschaft. Heidelberg: Springer

 

Klappentext: Kognitive Leistungen – Wahrnehmung, Aufmerksamkeitssteuerung, Gedächtnisbildung, Entscheidungsfindung, Handlungskontrolle oder Syntaxanalyse – entstehen in einem Nervensystem, dessen Elemente nur wenige Funktionseigenschaften besitzen. Neurone erregen und hemmen einander, Verknüpfungen zwischen Neuronen werden durch Erfahrung modifiziert. Wie entstehen in einem solchen System kognitive Leistungen, welche Prozesse laufen dabei ab? In diesem Lehrbuch erläutert der Kognitions- und Biopsychologe Frank Rösler den wechselseitigen Bezug zwischen Phänomenen der Kognitionspsychologie, deren biologischen Korrelaten und der Modellierung in neuronalen Netzen für Studierende in Masterstudiengängen bzw. in der zweiten Hälfte einer Ausbildung zum Bachelor mit Schwerpunkt in Kognitionspsychologie, Kognitiver Neurowissenschaft, Neurobiologie, Neuroinformatik, Psycholinguistik oder Neurophilosophie.

 

Erscheinungsdatum: April 2011

 

 



Wissenschaftlicher Werdegang

1972   

Diplom in Psychologie an der Universität Hamburg

1976   

Dr. phil. an der Christian-Albrechts-Universität, Kiel; Titel der Dissertation: Selektive Aufmerksamkeitsprozesse und visuell evozierte Potentiale bei der Beurteilung von Reizähnlichkeiten

1983

Habilitation für das Fach Psychologie an der Christian-Albrechts-Universität, Kiel;

1973-1985

Wissenschaflicher Angestellter, Wissenschaftlicher Assistent, Privat- Dozent am Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität, Kiel.

1985-1986

Vertretungsprofessur, Institut für Psychologie, Universität Hamburg.

1986-2010

Professor für Allgemeine und Biologische Psychologie, Fachbereich Psychologie, Philipps-Universität Marburg

2010-2013

Seniorprofessor für Allgemeine Psychologie an der Universität Potsdam

2013

Seniorprofessor für Allgemeine und Biologische Psychologie an der Universität Hamburg (Abteilung Biologische Psychologie und Neuropsychologie)

abgelehnte Rufangebote

·         1988: Professur für Psychologie, Christian-Albrechts-Universität, Kiel

·         1988: Professur für Psychologie, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule, Aachen

·         1995: Professur für Allgemeine Psychologie, Humboldt-Universität Berlin

·         1997: Professur für Neurobiologie, Universität Bremen

·         2000: Professur für Allgemeine Psychologie, Universität Mannheim

Ehrungen

·         1995    ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften(BBAW)

·         1997    ordentliches Mitglied der Wilhelm-Wundt-Gesellschaft e.V.

·         2000   Verleihung der Wilhelm-Wundt-Medaille durch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

·         2000   Wolfgang-Köhler Vorlesung auf dem 42 Kongreß der DGPs in Jena, September

·         2001    Mitglied der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

·         2002   Verleihung des Max-Planck-Forschungspreises für Internationale Kooperation

·         2012    Ehrung für das wissenschaftliche Lebenswerk durch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

Forschungsaufenthalte

  • 1980: Univ. of California, San Diego; Stanford Univ., Stanford; Univ. of Illinois, Urbana-Champaign; Univ. of Ottawa, Ottawa;
  • 1984: Macquarie University, Sydney; Univ. of New South Wales, Sydney; Univ. of Adelaide, Adelaide; Univ. of Queensland, St. Lucia;
  • 1985: University of Queensland, St. Lucia (Brisbane), Australien
  • 1991: Max-Planck-Institut für Psycholinguistik, Nijmegen, The Netherlands
  • 2006/2007 Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • 2008/2009 Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst

Wissenschaftsorganisation und -administration


laufende Forschungsprojekte

2005-2010: Forschergruppe Wahrnehmung and Handlung (DFG FOR 560)

Sprecher: Prof. Dr. Karl Gegenfurtner (Justus-Liebig Universität Giessen), stellvertr. Sprecher: Prof. Dr. Frank Bremmer (Neurophysik, Philipps-Universität Marburg)

Wahrnehmung und Handlung bei der Bildung, der Speicherung und der Nutzung von somatosensorischen Raumrepräsentationen. (Teilprojekt C4 zus. mit Dr. Katja Fiehler, Psychologie, Universität Marburg): Es soll untersucht werden wie auf der Basis haptischer Informationen Raumrepräsentationen gebildet, gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt für abstrakte Urteile bzw. konkrete Bewegungen genutzt werden. U.a. soll dabei erforscht  werden, ob eine unmittelbare Kopplung zwischen Somatosensorik und Motorik existiert, ob alle Informationen auf modalitätsunabhängige übergeordnete Raumkarten „projizieren”, ehe sie handlungsrelevant werden und inwieweit diese an die visuelle Wahrnehmung gekoppelt sind. Diese Fragen sollen bei sehenden Probanden mit experimentalpsychologischen und psychophysiologischen Methoden (langsame hirnelektrische Potentiale, Frequenzkennwerte des EEG, BOLD Signale) untersucht werden. Zusätzlich sollen entsprechende Studien auch mit Geburtsblinden und Späterblindeten durchgeführt werden. Eine Untersuchung dieser Gruppen soll Aufschluß darüber geben, in wie weit somatomotorische Interaktionen vom Sehsystem beeinflußt werden und ob die neuronalen Substrate der somatomotorischen Raumrepräsentation funktionell-architektonisch festgelegt sind oder von den Input-Bedingen abhängen.

 

 

2009 – 2011: (DFG KH 235 1-1)

Neuronale Dynamik der Verstärkung, Inhibition und Integration materialspezifischer Langzeitgedächtnisrepräsentationen (Normalverfahren, zus. mit Dr. Patrick Khader (Fachbereich Psychologie, Philipps-Universität Marburg):

Prozesse beim Gedächtnisabruf, die relevante Repräsentationen verstärken und irrelevante unterdrücken, entsprechen weitgehend Aufmerksamkeitsprozessen, die bislang für den Bereich der Wahrnehmung und für die Regulation von Konflikten zwischen Reizen oder Reaktionen beschrieben wurden. Mit dem Projekt wird untersucht, inwieweit sich selektive Abschwächungs-, Verstärkungs- und Integrationsprozesse beim Gedächtnisabruf in biologischen Korrelaten der Hirnaktivität abbilden, welche Hirnstrukturen daran beteiligt sind und wie diese miteinander interagieren. In kontrollierten Abrufsituationen werden hochauflösende EEG-Registrierungen und funktionelle Kernspinmessungen (fMRI) durchgeführt und die Ergebnisse der beiden Signalbereiche aufeinander bezogen. Mit Hilfe fMRI-restringierter Quellenanalysen sollen die Generatoren der EEG-Aktivierungen im Zeit- und Frequenzbereich räumlich exakt eingegrenzt, und mittels Wavelet- und Kohärenzanalysen soll die zeitliche Dynamik, insbesondere die Interaktion zwischen funktional distinkten Kortexbereichen, untersucht werden.

 

 

2010 – 2013: Forschergruppe Computational Modeling of Behavioral, Cognitive, and Neural Dynamics (DFG FOR 868)

Sprecher: Prof. Dr. Ralf Engbert, stellvertr. Sprecher Prof. Dr. Reinhold Kliegl (Universität Potsdam, Department für Psychologie)

Fixationsgetriggerte ERPs bei der Verarbeitung von Anaphern (Teilprojekt A4 zus. mit Prof. Dr. Shravan Vasishth (Linguistik, Universität Potsdam).

Anaphern werden unmittelbar, nachdem sie gelesen bzw. gehört werden, auf den Antezedenten bezogen. Je nach Typ erfolgt die Anbindungen von Anaphern gemäß struktureller bzw. semantischer Abhängigkeiten. Die Auflösung der Anapher wird durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst bzw. gestört. Dazu gehören Kontext, Distanz, Interferenzen durch  konkurrierende Antezedenten sowie Antizipationen zukünftiger Wörter. Ob und wie sich diese Faktoren auswirken und wie letztlich fast immer fehlerfrei die korrekte Anbindung erfolgt, ist bislang nicht geklärt und wird in der Literatur widersprüchlich diskutiert. Unterschiedlichen Befunden könnten durch unterschiedliche Methoden bedingt sein. Im Projekt werden das EEG und Augenbewegungen simultan registriert und fixationsbezogene ERPs bei verschiedenen anaphorischen Anbindungen systematisch untersucht, u.a. bei Pronomen, reflexiven Bezügen und Ellipsen.

 



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