Graffito (Felsinschrift) des Königs Mentuhotep aus dem Wadi Hammamat,

11. Dynastie

nach: Hellmut Brunner, Hieroglyphische Chrestomathie; Wiesbaden: 1965, Tafel 7.



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Der König von Ober- und Unterägypten "Der Herr der Beiden Länder ist Re", geboren von der Königsmutter Imi.

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Zweiter Monat der Achet-Zeit, 23. Tag:

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Handanlegen bei den Arbeiten in diesem Berg an dem dauerden Stein des "Herren des Lebens".

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Das Widerholen des Wunders; das Entstehen eines Wasserstroms; das Sehen der Erscheinungen dieses Gottes; das Geben seiner Macht an die Menschen; das Machen der Wüste in ein Meer; das Hervorquellen des Wassers aus der unebenen Fläche des Steins; das Finden eines Brunnens inmitten des Wadis.

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10 Ellen auf 10 Ellen ist seine gesamte Oberfläche, indem er (der Brunnen) gefüllt war mit Wasser bis zu seinem Rand, der dazu sauber ist, und der dazu geschützt ist vor Gazellen, und der dazu noch versteckt ist vor den Wüstenbewohnern.

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Das Auf- und Absteigen auf seinen beiden Seiten durch die früheren Truppen der Könige, die vorher entstanden waren, ohne das irgendein Auge ihn gesehen hat. Nicht ist das Gesicht eines Menschen auf ihn gefallen.

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Seine Majestät öffnete ihn selbst. Er hatte ihn nämlich versteckt gehalten.

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Er hatte gewußt die Eignung dieses Tages, und er hatte gedacht den Zeitpunkt dieses Males, wegen des Sehens seiner Macht, und um wissen zu lassen die Wirksamkeit seiner Majestät.

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Er macht Neues für seine Fremdländer seines Sohnes "Der Herr der Beiden Länder ist Re", dem Leben gegeben sei ewiglich.

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Die in Ägypten befindlichen mögen es hören, die Rechit-Leute, die in Ägypten sind, in Ober- und Unterägypten.

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Sie sollen ihre Köpfe auf die Erde legen, und sie sollen die Schönheit seiner Majestät verehren in Ewigkeit und Unendlichkeit.