Der Zeus-Tempel von Olympia

 

 

1. HISTORISCHE QUELLEN

Über Anlaß und Zeitpunkt des Tempelbaus gibt Pausanias folgende Notiz: "Der Tempel und das Kultbild wurden Zeus aus dem Erlös der Beute errichtet, als die Eleer Pisa und die Nachbarstädte, die mit den Pisaten zusammen abtrünning geworden waren, im Kriege vernichtet hatten."

Daß damit nicht die Zerstörung Pisas um 570 vor Christus gemeint sein kann, ist sicher und die These wäre widerlegbar. Man hat daher an die Zerstörung triphylischer Städte gedacht, von der Herodot erwähnt, sie sei zu seiner Zeit erfolgt. Dieses Ereignis wird in die 77. Olympiade gesetzt (472 vor Christus). Neben der zeitlichen Angabe bleibt die Pausaniasstelle auch problematisch, wenn man sich fragt, ob die Beute eines lokal begrenzten Kriegszuges überhaupt ausreichte, ein solch gewaltiges Unternehmen, wie es der Bau des Zeustempels samt Skulpturenschmuck und Goldelfenbeinkultbild darstellt, zu finanzieren. Es setzt wohl vielmehr einen politischen wie wirtschaftlichen Aufschwung von Elis voraus, wie er sich historisch in der demokratischen Reform von 472 vor Christus und in der Gründung der Hauptstadt im darauffolgendem Jahr manifestiert. So wäre der Zeustempel auch als Zeichen dieser neuen Machtstellung von Elis zu verstehen.

Daß der Bau um etwa 470 vor Christus begonnen sein muß, läßt sich am stilistischen und stratigraphischen Befund ablesen. Hierzu gehören unter anderem die Beobachtungen der Ausgräber über die Weihgeschenkbasen, die auf dem alten Niveau stehen und über diejenigen, welche nach der Aufschüttung der Zeustempelterrasse auf höheres Niveau zu stehen kamen.

Für die Vollendung des Tempelbaus besitzt die Wissenschaft ein historisches Indiz. 457 vor Christus erfochten die Spartaner und ihre Verbündeten einen Sieg bei Tanagra gegen die Argiver, Athener und Ionier; sie weihten zum Dank einen goldenen Schild nach Olympia, der am Dachfirst des Zeustempels angebracht wurde. Da anzunehmen ist, daß die Weihung bald nach der Schlacht erfolgte, darf man schließen, daß der Bau bei der Feier der 81. Olympiade (456 vor Christus) fertig war. Den Schild und die am Mittelakroter angebrachte Weihinschrift erwähnt Pausanias: "Der Tempel hat eine goldene Schale, die von Tanagra weihten die Lakedaimonier und ihr Bund als Gabe von den Argivern und Athenern und Ioniern als Zehnten des Sieges wegen im Kriege."; ein Bruchstück der Inschrift wurde darüberhinaus sogar gefunden. Der Firstgeisonblock des Ostgiebels mit dem großen Dübelloch für das Mittelakroter konnte 1971 identifiziert werden.

So betrug die Bauzeit augenscheinlich nicht mehr als anderthalb Jahrzehnte. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den hohen Grad an Geschlossenheit der Tempelanlage, quasi in einem Zug ausgeführt.

Auch den Baumeister überliefert uns Pausanias namentlich: Libon von Elis. Andere Bauten von ihm sind allerdings nicht bekannt.

Aus einem Wettstreit um den Auftrag für die Akroterien ging der Bildhauer Paionios aus Mende, der Meister einer berühmten Nikestatue hervor. Die von ihm gearbeiteten, aber nicht mehr erhaltenen Akroterien bestanden nach Pausanias aus je einer vergoldeten Nikefigur über der Mitte der beiden Giebel und aus goldenen Kesseln oder Dreifüßen an den Ecken.

Der oder die Meister der Metopen und Giebelskulpturen sind verloren.

Für die Datierung des phidiasischen Zeus fehlte es bis zur Freilegung der Phidiaswerkstatt an sicheren Anhaltspunkten. Es war daher umstritten, ob er zeitlich vor der Athena Parthenos anzusetzen sei oder danach. Denn ein stilistisches Urteil ist unmöglich, und über Phidias letzte Lebenszeit berichtet Philochoros, der Meister sei nach Fertigstellung der Parthenos in einen Prozeß verwickelt worden, wegen Unterschlagung von Gold und Elfenbein verurteilt und nach Elis verbannt worden (dazu noch die Variante, daß nach Fertigstellung des Zeuskultbildes die Eleer Phidias ihrerseits verurteilt und hingerichtet haben); nach einer anderen Version des Plutarch starb Phidias dagegen in Athen im Gefängnis durch Krankheit oder Gift. Der Prozeß, der von Gegnern des Perikles angezettelt worden war, muß nach den Anhaltspunkten, die diese Quellen liefern, in der Zeit zwischen 433 und 431 vor Christus stattgefunden haben, unmittelbar vor Ausbruch des Peloponnesischen Krieges. Bezieht man die Grabung bei der Phidiaswerkstatt mit ein, so fand sich mit dem Werkstattschutt auch Keramik, die in einen Zeitraum zwischen 430 bis 410 vor Christus zu datieren ist. Damit ist sicher, daß der Zeus nicht vor 430 vor Christus zu datieren ist. Zerstört wurde das Kultbild wohl durch Christen in der Zeit von 384 bis 426 nach unserer Zeitrechnung.

 

 

2. FORSCHUNGSGESCHICHTE

Olympia verlor im 4. Jahrhundert nach Christus seine religiöse Bedeutung, verantwortlich dafür zeichneten die christlichen Kaiser als Herrscher, die die Olympischen Spiele als Ausdruck heidnischen Brauchtums und als unvereinbar mit dem neuen Glauben ansahen. Gleich nach der 293. Olympiade, die im Jahre 393 nach Christus stattfand, verbot Theodosius I. die Spiele und setzte dem über 1000- jährigen Leben des Heiligtums ein Ende. Am 13. November 426 ordnete Theodosius II. dann durch ein Edikt die Zerstörung der heidnischen Tempel an. Nach späteren byzantinischen Quellen soll bei dieser Gelegenheit der Tempel des Olympischen Zeus in Brand gesetzt worden sein, die archäologische Forschung hat jedoch keinen sichtbaren Beweis dafür gefunden. Vielmehr scheint der Tempel infolge der heftigen Erdbeben in den Jahren 522 und 551 nach Christus eingestürzt zu sein. Von diesem Zeitpunkt an war das Gebiet des Heiligtums viele Jahrhunderte lang vollständig verlassen. Über den Ruinen der Gebäude häuften sich gewaltige Schuttmassen, die nach den Überschwemmungen und Erdrutschen, die regelmäßig von den Hängen des Kronion herabkamen, liegen blieben. An einigen Stellen war der Boden aus klassischer Zeit von einer bis zu sechs Meter dicken Erdschicht bedeckt. Die genaue Lage Olympias ging somit bis in die Renaissance verloren.

Der Gedanke, Olympia auszugraben, mußte kommen, als man sich im Laufe des 18. Jahrhunderts zunehmend der Vermehrung von Antikensammlungen, vornehmlich von Skulpturen, mit Eifer widmete. Pater Bernard de Montfaucon war anscheinend der erste, der auf die Idee kam, Ausgrabungen zur Lokalisierung von Olympia durchzuführen. In einem Brief aus dem Jahre 1723 an den Erzbischof von Korfu, den späteren Kardinal Quirini, legte er dem kirchlichen Würdenträger dar, welche Ausbeute an Kunstschätzen eine Ausgrabung in Elis erbringen könnte. Schließlich hatte Pausanias in seiner Reisebeschreibung des Heiligtums hunderte von Werken antiker Bildhauer aufgezählt.

Ähnliche Hoffnungen hegte ebenso Johann Joachim Winckelmann, der im Januar 1768 seine Absicht verkündete, beim Sultan um eine Genehmigung für Ausgrabungen in Olympia anzusuchen. Sein Interesse an diesem Projekt war so lebhaft, daß er, um es zu verwirklichen, bereit gewesen wäre, zum Islam überzutreten, so wie er Jahre zuvor Katholik geworden war, um leichter Zugang zu den antiken Monumenten in Rom zu erhalten. Finanzielle Unterstützung erhoffte er sich von seinem Gönner Kardinal Stoppani nach dessen Wahl zum Papst, die Winckelmann aber selbst nicht mehr erlebte.

Zwei Jahre vor Winckelmanns Tod, im Jahre 1766, war es Richard Chandler vorbehalten, das alte Olympia wieder neu zu lokalisieren. Da die damaligen Verhältnisse es dem Geistlichen nicht erlaubten, in das Innere der Peloponnes einzudringen, hatte er seine Reiseroute auf die Küstengebiete beschränkt. Sein letzter Besuch auf der Peloponnes galt den mittelalterlichen Ruinen von Gastuni. Hier erfuhr Chandler, daß etwa fünfzig Kilometer landeinwärts am Ufer des Alpheios antike Ruinen aus dem Erdreich hervorragten. Trotz der Sommerhitze beschloß er, sich auf den Weg dorthin zu machen. Bei Tagesanbruch des nächsten Tages - sie waren am Abend zuvor eingetroffen - stürzten die Reisenden aus ihren Zelten und sahen vor sich Ruinen. In ihrem Bericht, der zehn Jahre später in London veröffentlicht wurde, war von einem großen dorischen Tempel die Rede; höchstwahrscheinlich wurde hier erstmalig in der Neuzeit der Zeustempel erwähnt. Eine Ausgrabung und Untersuchung aber unterblieb.

Ein zweiter Bericht aus dem Jahre 1787 des Franzosen Fauvel, der sich im Auftrag des Marquis Choiseul-Gouffier, Botschafter des französischen Königs in Konstantinopel, in die Peloponnes begeben hatte, beschreibt vorallem den Steinraub, der gerade zu jener Zeit enorme Ausmaße erreicht hatte. Als Fauvel die Ruinen besichtigte, waren gerade einige Blöcke zur baulichen Wiederverwertung freigelegt worden. So bemerkte er, daß die untersuchten Überreste nicht aus Marmor, sondern aus einheimischen Muschelkalk bestanden, wie sie auch Pausanias für den Zeustempel angibt.

1827 erreichte der griechische Befreiungskampf gegen die Türken seinen Höhepunkt. Im Anschluß an diese kriegerischen Ereignisse entsandte die französische Regierung ein Expeditionskorps in die Peloponnes, um die letzten Widerstandsherde zu zerschlagen. Zahlreiche Wissenschaftler begleiteten die Truppen nach Vorbild Napoleons. Eine davon war die "Expédition scientifique de Morée", die 1829 für wenige Wochen am Zeustempel und in der westlich von ihm gelegenen Kirche grub. Fast 100 Arbeiter sondierten längs der Cellamauer des Zeustempels die Erde und Steinreste. Bald schon kamen die ersten Fragmente von Skulpturen ans Licht, die zum Metopenschmuck des Tempels gehört hatten. Das abrupte Ende der Grabung , sei es durch das Klima oder durch den neuen, prorussisch eingestellten griechischen Premierminister verursacht, verzögerte weiter führende Forschungen. Die gefundenen Skulpturen aber wurden nach Paris gebracht, wo sie noch heute im Louvre zu besichtigen sind.

In Deutschland hatte Olympia in Ernst Curtius einen starken und erfolgreichen Fürsprecher. 1852 hielt er, nachdem er selbst Griechenland bereist hatte, in Berlin einen vielbeachteten Vortrag über dieses Thema. 1874 dann wurde ein Vertrag aufgesetzt, in dem sich Deutschland verpflichtete, sämtliche Kosten zu übernehmen und Griechenland zugestanden wurde, alle Gegenstände, mit Ausnahme möglicher Duplikate, für sich zu Nutzen. Eigens dafür wurde am Grabungsort ein Museum errichtet. 1875 bis 1881 führte die deutsche Expedition dann sechs Ausgrabungskampagnen durch, die nicht unter der Leitung des neu gegründeten "Deutschen Archäologischen Instituts" in Athen standen, sondern direkt von Curtius, unterstützt von dem Architekten Friedrich Adler, geleitet wurden. Das Ergebnis der Grabungen stellte man in fünf Text- und vier Bildbänden vor.

1906 bis 1909 sah sich Wilhelm Dörpfeld veranlaßt, gerade wegen Datierungsproblemen einzelner erfaßter Tempel, neue Probegrabungen durchzuführen. 1921 bis 1923 und 1927/28 wurden die bis dahin hinter den Erwartungen des Ausgräbers zurückbleibenden Forschungen fortgesetzt, allerdings in recht beschränktem Umfang.

Erst im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin nahm man die Ausgrabungen im von Deutschen besetzten Griechenland wieder auf, doch für den Zeustempel ergaben sich noch keine weiteren neuen Erkenntnisse. Erst zu Beginn der 40er Jahre dieses Jahrhunderts wird das fragmentarische Bild des Zeustempels, das vorallem durch Adler und Curtius auch in ein falsches, weil streng schematisch gegliedert, gesetzt wurde, korrigiert und der Bau um einige Fundstücke, etwa die Füße der Zeus- Figur aus dem Ostgiebel, ergänzt.

Der Krieg zerstörte leider viele der alten Manuskripte und Ergebnisse, so daß die geplanten zusammenfassenden Veröffentlichungen ausblieben.

1952 werden die zehn Jahre zuvor beendeten Grabungskampagnen wieder aufgenommen und bis 1966 kontinuierlich weitergeführt. Für die Geschichte des Zeus- Tempels ergeben sich daraus Einzelbetrachtungen, etwa über die Löwenkopfwasserspeier, aber auch durch Friedrich Krauss und Peter Grunauer neue Erkenntnisse über Proportionen und Bauglieder in diesem dorischen Tempel. Alfred Mallwitz faßt diese Ergebnisse der 50- und 60er Jahre dann abschließend zusammen.

 

 

 

3. ARCHITEKTUR

3.1 Erhaltungszustand, Material, Standort

Der Erhaltungszustand des Zeustempels von Olympia ist durch Steinraub und -verlegung denkbar schlecht, so daß genaue Maße bei vielen Bau- und Architekturteilen nicht mehr einzeln genau zu bestimmen sind und eine gesicherte Rekonstruktion daran scheitert.

Der Zeustempel - es gibt im übrigen vor der zweiten Hälfte des 6.Jahrhunderts vor Christus keinen uns bekannten Tempel dieser Art - ist ein Peripteros auf einer dreistufigen Krepis mit einem Säulenverhältnis der Fronten zu den Langseiten von 6:13 im dorischen Stil. Als Baumaterial diente der einheimische Muschelkalk, von außerordentlich unterschiedlicher Qualität - so tritt neben sehr dichtem und feinkörnigem Material äußerst poröses auf, mit Muscheln bis zu 10 cm Größe - der dennoch exakt verarbeitet wurde. Alle Außenflächen sind danach mit einer feinen Stuckschicht bedeckt worden.

Für den errichteten Neubau mußte der Südteil des Heiligen Hains gelichtet werden, denn die Wahl des Bauplatzes war zu dieser Zeit nicht mehr frei. Der große Aschenaltar lag zu nahe am Heraion, um den Tempel westlich nach ihm auszurichten. Auch hätte hier das Pelopion im Wege gestanden. Und im Süden verhinderte der heilige Ölbaum, der hinter dem Opisthodom im Westen zu lokalisieren ist, und ein in der Nähe gelegener Nymphenaltar eine weitere Ausdehnung des geplanten Tempels. Nach dem Festplatz zu aber hatten sich Weihgeschenke angesiedelt, wie etwa das des Praxiteles, das der Achaier und der Zeus der Lakedaimonier. Um den Tempel auch über seine beträchtliche Größe hinaus deutlicher in Erscheinung treten zu lassen, und da das Gelände hier leicht nach Süden abfiel, wurden die Fundamente noch über den Boden der Altis um ca. 1,50 m hochgeführt, so daß durch nachträgliche Erdanschüttungen entlang der Fundamente ein künstlicher Hügel entstand, der dem Bau einen prononcierten Standort im Heiligtum garantierte.

 

 

3.2 Stereobat

Der dreistufige Unterbau darauf von insgesamt 1,52 m Höhe besitzt einen Stylobat mit 27,68 m auf 64,12 m von gewaltigem Ausmaßen. Damit war der Zeustempel von Olympia der größte Tempel auf der Peloponnes, mit Ausnahme eines aus einer verbauten Säulentrommel und einem Architravfragment erschlossenen Tempels in Korinth. Die oberste Stufe der Krepis ist gegenüber den beiden unteren im Verhältnis 7:6 (56:48 cm) erhöht. Der Stylobat sollte sein besonderes Gewicht erhalten, und er war nicht dem menschlichen Steigen, sondern der Gesamtgröße des Tempels angepaßt.

Den Besucher leitete auf der Ostseite eine Rampe hinauf in den Tempel, wie auch beim Tempel in Aigina. Nur an den Fronten besaß der Stylobat eine Kurvatur, in maximaler Ausdehnung maß sie 4 cm, die sich bis in das Gebälk fortsetzte; bei dem groben Material des einheimischen Muschelkalks sicher ein schwieriges Unterfangen. Die Kurvatur läßt sich an der Ostseite, wo wegen der Rampe in der Mitte nicht aufgegraben werden kann, nur rechnerisch ermitteln, während die Überhöhung der Schichten an der Westseite direkt nachgemessen wurde, wie Grunauer in seinen Berichten schreibt.

 

 

3.3 Ringhalle

Die Ringhalle; mit 6 Säulen an den Fronten und 13 Säulen an den Langseiten setzt sich von der starken Verkürzung der spätarchaischen Tempel ab und entwickelt ein Maß, das normative Bedeutung gewinnen wird. In der Formel 1:2(+1) hat diese Proportion der Säulenzahl die klassische Architektur maßgeblich bestimmt.

Die Höhe der Säulen schwankt und wird bei Mallwitz mit 10,53 m angegeben, bei Krauss zwischen 10,51 m und 10,65 m. Alle hatten 20 Kanneluren.

Von allen Säulen der Ringhalle ist nur noch bei einer die volle Zahl der Trommeln, aus denen der Schaft zusammengesetzt war, erhalten , nämlich Säule Süd 5 von West, wobei allerdings die unterste, auf dem Stylobat befindliche, nicht mehr in ihrer ganzen Höhe vorhanden ist. Das Kapitell dieser Säule ist ebenfalls im unteren Teil beschädigt, doch wurden von Krauss alle Teile über den Kerben des Schaftes an dem gut erhaltenen Kapitell der Nachbarsäule Süd 4 von West gemessen. Daraus folgt, daß die Säulenhöhe nur durch Berechnung gegenwärtig feststellbar ist, sie aber selbst im zerstörten Zustand 10,50 m erreichen muß, 6- 8 cm mehr, als in der Publikation Curtius/ Adler angegeben.

An der Front beträgt das Säulenjoch 5,22 m, was einem antiken Maß von 16 dorischen Fuß entspräche, an den Langseiten hielten sie einen Abstand von 5,218 m. An den Ecken rückten sie im Osten und Westen auf 4,786 m, an den Langseiten auf 4,745 m zusammen. Die Eckkontraktion betrug demnach auf dem Stylobat 0,432 m.

Die Säulen an den Fronten waren etwas dicker und verjüngten sich von 2,256 m auf 1,78 m, die der Langseiten dagegen von 2,231 m auf 1,685 m; darin scheint die archaische Gewohnheit, die Frontsäulen und -joche zu vergrößern, noch nachzuwirken.

Die Abmessungen der Kapitelle gingen über die der unteren Durchmesser hinaus, sind aber verschieden und lassen nach Ansicht von Gruben eine Stilentwicklung in der Abfolge Ostfront, Westfront, Langseiten erkennen, wie sie ähnlich an dem Bildschmuck des Tempels bemerkt worden ist. Krauss sieht sie in der strengen frühklassischen Gestalt

Die Säulen haben, etwa gegenüber den spätarchaischen von Aigina, an Wucht und Dichte zugenommen (Höhe= 4,7 untere Durchmesser; Aigina= 5 1/3 untere Durchmesser), zugleich hat sich ihr Umriß aufs äußerste gestrafft: die Entasis ist gering und der in einer Schräge von 45 Grad ansteigende Echinus wölbt sich nur wenig hervor.

Die Säulen der Langseiten neigen sich um 62 mm nach innen, um den Baukörper fester zusammenzuschließen; die der Frontseiten stehen zwar gerade, beteiligen sich aber mit ihren an den beiden Ecksäulen stehenden Säulenpaaren an dieser Neigung, jedoch mit einer verminderten Schräge von nur 17 mm. Um den gleichen Betrag ist das östliche Mitteljoch verbreitert. Grunauer führt diesem Umstand jedoch auf eine fehlerhafte Berechnung durch die Kurvatur verursacht zurück. Nach seiner Ansicht haben alle Säulen - von geringfügigen Abweichungen abgesehen - senkrecht gestanden.

An den Kapitellen ist sichtbar, wie groß die Abweichung der Säulen der Seiten von denen der Fronten war. Bei den Kapitellen der Fronten beginnt das Profil des Echinus über den Ringen in leicht konkaver Linie und steigt dann leicht konvex zur sanften Rundung der Schulter. Der Echinus setzt sich nach unten in die Kannelierung hinein mit einem kurzen Kegelstück fort, gegen das die Kanneluren in ihrem oberen Ende anlaufen. Die Fuge zwischen Kapitell und Schaft lag in der obersten Kerbe, die symmetrisch eingeschnitten war. Die Kapitelle der Seiten sind anders. Der Echinus steigt über den großen Teil der Höhe nahezu gradlinig an und geht mit äußerst straffer Krümmung in die steile Schulter über. Das Ende der Kanneluren endet deutlich sichtbar unter den Ringen, kräftig unterschnitten.

An allen erhaltenen Exemplaren beider Kapitellarten sind die Ringe im Profil so angeordnet, daß die Verlängerung der schrägen Außenflächen jedesmal durch die Unterkante des untersten Ringes geht. Die Kanneluren der Ostseite sind mit einem Krümmungsradius von 32,8 cm flacher als an den übrigen Tempelseiten.

Die Architrave, die von den Kapitellen getragen wurden, maßen über 5 m Länge, an den Ecken sogar bis zu 5,76 m.

Die Höhe der Steinbalken bemißt sich auf 1,77 m. Wegen ihrer Dicke von 1,99 m an der Westseite und 1,96 m an den Langseiten mußten sie aus drei gleich großen Blöcken gearbeitet werden; die Dicke der Ostseite ist mit 2,03 m am größten, wahrscheinlich wegen dem durch die Gespanne schwereren Ostgiebel.

Diesen Abmessungen entsprechen die des Frieses. Er ist 1,74 m hoch, die auf der Rückseite abgetreppten Triglyphen, die sich über den Säulen und deren Zwischenräumen befinden, sind 1,06 m, und die zumeist gesondert gearbeiteten schmucklosen Metopen etwa 1,55 m breit.

An der Ostfront konnte Grunauer jedoch feststellen, daß die Jochweiten am Gebälk, gemessen an den Achsweiten der Mutuli, gegenüber den drei mittleren Säulenjochen erweitert sind: über dem Mitteljoch auf 5,242 m (gegenüber 5,218 m) und über den Zwischenjochen auf 5,231 m, bzw. 5,232 m. Über dem nördlichen Eckjoch betrug die Jochweite dagegen nur noch 5,21 m, über dem südlichen allerdings, nach einer Reparatur, bei welcher eine Via von 26,9 cm eingefügt werden mußte, 5,237 m. Es waren also über allen Säulenachsen die Triglyphen nach außen verschoben. Die Summe der Jochwerte auf dem Stylobat und der am Gebälk war ursprünglich wohl gleich, aber die Verlängerung des Gebälks nach Süden notwendig, da sich die Südostecksäule nach außen geneigt hatte, wodurch am Gebälk eine Klaffung entstand.

Der dorische Bau schließt mit einem Geison ab, es ist 0,645 m hoch, auf dessen Unterseite sich die Nagelplatten mit drei Reihen von je sechs Nagelköpfen abzeichnen. Ihre Abmessungen stimmen mit der Breite des Triglyphs überein.

Über jedem Mutulus waren Wasserspeier, sogenannte Löwenköpfe angeordnet, im ganzen 102. Daß weit mehr als 102 Köpfe, zum größten Teil jedoch fragmentiert, gefunden wurden, beweist eine Reihe von Reparaturen an dem Tempel.

Die Geisonblöcke entsprachen in der Länge den Architraven und in der Tiefe etwa der des Gebälks. Besonders ist hierbei allerdings, daß das Geison 0,84 m vor den Fries hervortrat und auf der Innenseite dem profilierten obersten Stein für die Balkendecke Platz machen mußte.

Auf dem horizontalen Geison der Fronten lagen Tympanonblöcke, die überwiegend auf dem ausladenden Teil des Geisons standen. Der daraus resultierende verfügbare Tiefenraum für die Bildwerke betrug im Osten 1,01 m, im Westen nur noch 0,90 m. Der Giebel schloß mit einem Schräggeison ab, das mit einer einfachen Wassernase über die Skulpturen hinausragte. Die Tympanonfelder, in denen Skulpturen aufgestellt waren, hatten im Lichten eine Länge im Westen von 26,52 m, im Osten von 26,49 m und unter Berücksichtigung der Kurvatur des Horizontalgeisons eine Höhe von 3,43 m. Das Schräggeison maß 0,40 m Höhe. Auf dem Horizontalgeison lag eine durchlaufende Plinthe zur Aufnahme der Figuren. Am Ostgiebel sind nach Grunauer sogar noch ihre Stemmlöcher zum Verlegen zu erkennen. Die Neigung des Schräggeisons und somit diejenige des Daches konnte er anhand des gefundenen östlichen Schräggeisonsfirststück - also dem obersten Block vom Tympanon des Ostgiebels - abmessen. Während Dörpfeld mit einer Giebelneigung von 1:4 = 25% gerechnet hatte, gestattet das Stück aufgrund seines vorzüglichen Erhaltungszustandes eine präzise Messung. Danach beträgt die Giebelneigung 26,1 %, an den bekannten Giebelenden dagegen nur 24,6 %. Die Neigungsdifferenz ist ebenfalls auf die Kurvatur zurückzuführen.

Für die Erscheinung der Tempelfronten war ein bis 1971 strittiger Punkt, ob das Horizontalgeison unter den Figuren der Giebelseiten oben von einem dorischen Kymation begrenzt wurde. Mit diesem Profil wäre die Front formal reicher gegliedert, wie etwa am Parthenon, bei Fehlen des Kymations entsteht aus den Stirnflächen von Horizontal- und Schräggeison rings um die Giebelskulpturen eine Rahmenwirkung. Ein aufgefundenes Schräggeisoneckstück mit erhaltener, stukkierter Stirnseite beweist nun, daß das Horizontalgeison ohne Kyma gewesen ist, da anstelle des zu erwartenden Kymas lediglich eine glatte und sauber stukkierte Fläche zu finden war.

Im ganzen erreichte der Zeustempel ohne Marmorsima und Akroter eine Höhe von etwa 20 m, was den Angaben Pausanias von 68 Fuß (=20,13 m) sehr nahe kommt.

Die Decke war aus Holz gearbeitet, das Dach, sowohl die großen korinthischen Ziegel als auch die vorgewölbten Simen mit ihren 102 wasserspeienden Löwenköpfen, bestanden aus parischem Marmor, der bei späteren Restaurationen durch pentelischen ersetzt wurde.

Wie die gewaltigen Architekturteile, etwa ein Architravbalken mit 12 Tonnen Gewicht, in mehr als 12 m Höhe befördert werden konnte, ist in Einzelheiten leider nicht bekannt, aber mit Sicherheit wurden Gerüst und Seilzug benutzt. Auf der Oberseite der Blöcke finden sich sogenannten "Wolfslöcher" zum Eingreifen von Eisenankern, an denen die Seilzüge befestigt waren. Horizontal sind die Bauglieder mit glatter Auflagerfläche, vertikal mit glattem Saum und vertieftem Spiegel, der sogenannten "Anathyrose" aneinandergepaßt. Von den unteren Stufen ab sind die Stücke mit eisernen H- Klammern verbunden worden, die jedoch fast alle dem Metallraub der Spätantike zum Opfer fielen. Dübel scheinen nur für die Säulentrommeln verwandt worden sein.

 

 

 

3.4 Bemalung

Zur Bemalung läßt sich bemerken, daß bestimmte Gebälkteile, so die Tänie des Architravs und die Via des Geisons rot, Regula, Triglyphe und Mutulus blauschwarz an dem sonst weißen Tempel ausgeführt waren.

 

 

3.5 Dachschmuck

Der Dachschmuck bestand aus Akroteren, die die Giebelecken und - spitzen betonten. Am Zeustempel standen bronzene Dreifüße als Seitenakrotere, Symbol des Weihgeschenks an Zeus, und Niken, von Paionios gearbeitet, bekrönten die Giebelspitzen. Das aufgefundene östliche Firststück zeigt neben dem Dübelloch für die Basis der Akroternike einen Gußkanal mit Eingußloch im Abstand von ca. 33 cm von der Firstlinie entfernt. Die Basis der Nike muß daher ca. 30 cm seitlich von der Firstlinie entfernt geendet haben, d.h. bei mittigem Aufsitzen auf dem First war die Basis etwa 60 cm breit.

An den Langseiten, obgleich der Tempel mit einem Traufsimendach versehen war, rekonstruiert Grunauer den Dachfirst mit Firstpalmetten von etwa 30 cm Höhe. Meist sind die Stücke aus parischem Marmor gearbeitet, aber infolge verschiedener Reparaturen sind auch fragmentarisch andere Materialien erhalten. Grunauer setzt über jeden Löwenkopfwasserspeier ein solches Ornament, damit, wie er schreibt, der "Rhythmus der Löwenköpfe nochmals oben auf dem First aufgenommen wird".

 

3.6 Cella

Innerhalb der Ringhalle liegt mittig die Cella, in allen Gliedern ausgeglichen und durch Fluchtbeziehungen mit dem Gesamtbau verschmolzen. Vorder- und Rückseite sind nur durch den Türdurchbruch vom Pronaos zum Kultbildraum im Osten definiert. An den Langseiten beträgt ihr Abstand zur Ringhalle 3,24 m, an den Fronten ist er mit 6,22 m fast doppelt so groß. Die Cella, die das Kultbild beherbergte, war 28,74 m lang und im Toichobat 13,06 m breit. Ihre Stellung genau im Zentrum ist keineswegs bei anderen dorischen Tempeln die Regel oder auch immer angestrebt (Vergleiche: Olympia, Heraion; Athen, Hephaisteion; Sunion, Poseidontempel; Rhamnus, Nemesistempel; Epidauros, Asklepiostempel).

Der an den Lang- und Schmalseiten unterschiedlich breite Umgang bestand anfangs nur aus quadratischen Porosplatten, die auf einem Steinrost ruhten. Später wurden diese gerillt, um einem dick aufgetragenen Mörtelestrich zu einer besseren Haftung zu verhelfen. Gleiche Behandlung findet man im Opisthodom und in den Seitenschiffen der Cella. In römischer Zeit wurde der Boden mit sechseckigen Achatsteinen ausgelegt. Von ihnen haben sich geringe Reste im Ostpteron zusammen mit bunten Marmorleisten erhalten. Diese rahmten das Pflaster nach Osten hin ein.

Der Orthostatensockel, der auf einem 8 cm über den Fußboden hinausragenden Toichobat stand, war außen 1,75 m hoch, entsprach also den Maßen der Architrave, im Inneren, dem höher gelegenen Fußboden der Cella folgend, jedoch nur 1,14 m.

Die Langseiten des Naos waren geschlossene Quaderwänder, die sich 46,84 m in die Länge und 14,36 m in die Höhe erstreckte. Die 16,39 m breiten Fronten zwischen ihren 10,44 m hohen Anten waren durch zwei Säulen gegliedert. Sie trugen ein 3,915 m hohes Gebälk. Der daraufliegende Architrav war mit 1,69 m fast 10 cm niederiger als der der Ringhalle, sein Fries mit 1,75 m übertraf den der Ringhalle aber ein wenig.

Die Triglyphen- und Metopenbreiten variieren noch mehr. Erstere mißt in der Cella 1,03 m gegenüber 1,06 m an denen der Ringhalle, und die Metopen sogar nur 1,43 m gegenüber 1,55 m.

Die Maßverschiedenheiten hängen wohl mit der Lage der Cella zusammen, wie Mallwitz vermutet. Denn deren äußeren Wandfluchten fallen in die Achse der jeweils zweiten Säule der Front, wie am Grundriß gut zu erkennen ist. Somit endet der Ecktriglyph praktisch über den Anten. Um ihn auch noch als Ecktriglyph an der Langseite zu bringen, mußte die Ecke stumpfwinklig herausgearbeitet werden. Ansonsten wären vom Triglyph nur zwei Schlitze und ein halber, nicht aber mehr seine Stirnleisten hervorgetreten.

Im Gegensatz zu dem schmucklosen Fries der Ringhalle; waren Pronaos und Opisthodom mit je sechs Marmormetopen geschmückt, die die zwölf Taten des Herakles darstellten. Der Held war nicht nur durch Geburt mit Zeus, sondern der Sage nach auch mit Pelops und damit mit Olympia eng verbunden.

Pronaos und Opisthodom waren durch Gitter verschließbar. Vor dem ersteren hatte Mikythos zwei Figuren aufgestellt: Ekecheiria (der Gottesfriede) bekränzt die Iphitos, und das Viergespann der Kyniska. Daran angeschlossen befand sich ein Fußbodenmosaik, daß, weil es nach den Figuren ausgerichtet wurde, wegen der Aufstellung der Statuen nicht vor dem 4. Jhd. gefertigt worden sein kann.

Die Tür zur Cella war 5,00 m breit, von der sich nur die rechteckigen Vertiefungen für die großen Bronzepfannen erhalten haben, in denen sich ursprünglich die beiden Türflügel drehten. Hieraus hat Mallwitz denn auch die Maße der Türöffnung und auch die ungefähre Tiefe der Leibung ermittelt, die, wie er schreibt, "die Wandstärke wesentlich übertraf".

An der Südseite blieb der unterste Stein der Ante erhalten und alle untersten Trommeln der Reihe von 7 Innensäulen. Es sind dorische Säulen mit einem unteren Durchmesser von 1,50 m und einem Abstand von 3,50 m. Sie konkordieren nicht mit denen der Peristasis.

Der Innenaufbau ist zum einen durch Analogie mit anderen Tempeln, etwa dem der Aphaia auf Aigina oder dem der Hera in Pästum, rekonstruierbar, zum zweiten erläutert ihn aber auch Pausanias. So trug diese Säulenreihe, parallel dazu gewiß auch die nördliche, nicht unmittelbar die Decke, sondern einen Architrav, auf dem eine zweite und kleinere Säulenreihe stand, die erst mit ihrem Architrav unmittelbar unter die Celladecke reichte.

Die Architrave zwischen den beiden Säulenetagen dienten offenbar den nachträglich eingebaute Emporen als Stütze, die durch hölzerne Treppchen beiderseits der großen Eingangstür zugänglich waren, die Pausanias als "gewunden" bezeichnet und darüberhinaus bis aufs Dach führten. Reste zweier Treppen sind nach Mallwitz in den östlichen Zwickeln der beiden Seitenschiffe erhalten geblieben.

Die im Toichobat 13,06 m breite Cella ist im Verhältnis 1:2:1 gegliedert, nämlich, daß die Breite des Mittelschiffs im Lichten 6,54 m, die der beiden Seitenschiffe einschließlich der 1,80 m breiten Innenstylobate 3,27 m mißt. Ohne die Stylobatbreite verblieb ein nur 1,47 m schmaler, gangartiger Raumteil hinter den Innensäulen.

Die Höhe des Raumes betrug mehr als 13 m, die zwar archäologisch schwer feststellbar sind, aber aus einem Fragment des Kallimachos erschließbar wird, nimmt man das Maß für das Zeuselfenbeinbild, 37 1/2 Fuß, in Metern etwa 12,27 m, als glaubhaft an.

 

 

3.7 Kultstatue

Da die Basis der Kultstatue auf 1,09 m Höhe ergänzt werden kann, muß die der Cella mehr als 13,50 m betragen haben. Dörpfeld hatte sich bei seinen Berechnungen von der Höhe der Umgänge leiten lassen und war auf 13,62 m gekommen. Ob die Höhe jedoch so knapp gewesen sein muß, bleibt mir zweifelhaft, da es wohl keinen Zwang gab, Deckenhöhe für Umgang und Cella gleich hoch anzusetzen. In der Tat empfand man schon in der Antike den Raum als zu niedrig, was Strabo ausdrückt, "daß wenn der Gott sich erhöbe, er die Decke der Cella durchstoßen müsse." Das Goldelfenbeinstandbild stand in dem Naos wie in einem Schrein.

Die Kolossalstatue war im Inneren im wesentlichen hohl. Mantel und Haar waren golden. Der Körper, die Hände und das Gesicht waren elfenbeinern. In seiner geöffneten Rechten stand eine geflügelte Nike, die etwa lebensgroß (2 m) gewesen sein muß. In der Linken hielt er ein langes Zepter, auf dessen Knauf ein Adler saß. Unter seinen Füßen stand ein von Löwen getragener Schemel, und der Thron war mit Einlegearbeiten, figürlich und ornamental, geschmückt, die Pausanias detalliert aufführt.

Die 6,54 m auf 9,82 m große Basis - genau die Breite des Mittelschiffs also - zeichnet sich noch heute in der Cella ab. Sie war soweit nach Westen in die Cella gerückt, daß zwischen ihr und der Rückwand ein den seitlichen Gängen etwa gleich breiter Zwischenraum verblieb. Als Material diente der eleusinische Kalkstein, auf den aus einem anderen Material gearbeitet Ornamente angestiftet waren.

Ursprünglich war diese Cella wohl nicht für ein solch großes Kultbild geschaffen worden, sondern für ein kleineres und auch wesentlich leichteres, wie sich aus den Umbauten noch rekonstruieren läßt, da der Fußboden auch im Mittelschiff wie sonst überall im Tempel aus Porosplatten bestand, die auf Schwellrosten verlegt waren. Für die Zeusstatue sind umfangreiche Umbauten im Mittelschiff vorgenommen worden.

Die Stelle des Kultbildes und ein davor gelegener nahezu quadratischer Platz wurden von weißen Marmorplatten eingegrenzt. Die Kultbildbasis bedeckte wahrscheinlich größtenteils den nur 0,58 m breiten Marmorstreifen, der im übrigen mit der Oberkante der Stylobate abschloß. Seine Fortsetzung im Osten war 0,80 m breit und grenzte eine 6,54 auf 6,40 m große Fläche ein, die gegenüber dem östlichen Boden des Mittelschiffs tiefer lag. Diese war mit 7 x 7 schwarzen Kalksteinplatten ausgelegt, für die der ältere Boden abgearbeitet und mit ostwestgerichteten Kalksteinschwellen verstärkt wurde. Der schwarze Fußboden war nach Pausanias dafür da, das Öl aufzunehmen, mit dem das Kultbild gereinigt wurde.

 

 

3.8 Schranken

Die drei seitlichen Interkolumnien vor dem Kultbild waren mit steinernden Schranken verschlossen; sie setzten sich wahrscheinlich quer durch das Mittelschiff fort, dort nur von zwei 0,85 m breiten Pforten zum vertieften Mittelfeld unterbrochen.

Pausanias erwähnt, daß diese Schranken mit Gemälden geschmückt waren, die Panaios, ein Verwandter des Phidias, gemalt hatte. Insgesamt erwähnt er neun, für jede Schranke ein zweifiguriges Thema. Da auf jeder Stylobatseite nur drei Schranken waren, also insgesamt sechs Bilder, geht seit Curtius die Wissenschaft davon aus, die fehlenden drei an der dem Eingang zu gelegenen Schranke zu suchen. Ihre Einlaßspuren sind in Höhe der zweiten Säule von Osten noch zu erkennen. Vor der mittelsten Säule weist eine schwache Einarbeitung im Fußboden daraufhin, daß hier eine Basis oder ein Altar gestanden hat.

Die Interkolumnien in Höhe des Kultbildes schienen ohne Schranken gewesen zu sein. Erst als der aufgetragene Estrich auf dem Stylobat und in den Seitenschiffen aufgebraucht war, setzte man Holzschwellen in die Trommeln der drei westlichsten Säulen, um eine Schranke aus gleichem Material einzulassen.

Die Seitenschiffe waren ebenfalls durch Türen in Höhe der zweiten Säulen von Osten verschließbar, so daß man die Cella nur bis zum Beginn der Schrankenwand betreten konnte.

 

 

3.9 Rhythmik

Gesamt betrachtet erscheint der Tempel aus einer klaren Grundeinheit entwickelt, dem Säulenjoch von 16 dorischen Fuß (5,22 m/ Fußmaß = 32,62 m). Daraus bestimmen sich zunächst die Achsmaße der Peristasis mit 5 x 12 Jochen (80 auf 192 Fuß), die vermindert werden durch die vom Triglyphon verursachte Eckkontraktion (0,43 m). Durch das Einbinden der völlig symmetrisch geplanten Cella geht auch sie im Jochmaß 3 x 9 Joche auf.

Im Aufbau zieht sich diese Einheit in gleichmäßiger Halbierung bis ins Dach hinauf: Joch = 16 Fuß; Triglyphe und Metope = 8 Fuß; Mutulus und Via = 4 Fuß; Ziegelbreite = 2 Fuß.

Der Bauentwurf scheint von innen nach außen erfolgt zu sein, was auch für die Höhenentwicklung gilt: an den Cellafronten erreicht das Gebälk nach Neuvermessung eine Höhe von 3,91 m (Architrav 1,673 m, Fries 1,752 m, Balkenlager mit Kyma 48,5 m), was genau 12 Fuß ergibt. Die Anten setzen sich aus der Orthostatenhöhe 1,75 m und 18 Quaderschichten von 0,483 m zusammen, was 10,44 m, also 32 Fuß entspricht. Der Fries beträgt in den Achsmaßen 80 Fuß, die lichte Cellabreite, im Toichobat gemessen, 40 Fuß, also die Hälfte.

Die Höhe der Säulen der Ringhalle wäre nach Mallwitz 32 1/4 Fuß (10,52 m). Berechnet man Architrav (1,774 m), Fries (1,732 m), Geison (0,578 m) und Kyma (0,074 m) zusammen, so ergibt sich eine Gebälkhöhe von 4,158 m, was 12 3/4 Fuß entspräche. Dies addiert mit der Säulenhöhe von 32 1/4 Fuß oder auch 10,52 m, ergäbe eine Gesamthöhe der Normalordnung von 14,678 m, exakt also 45 Fuß.

Deutlich tritt dabei auch das Verhältnis Säulenhöhe : Gebälkhöhe von 3:1 hervor, was Gruben auch schon beim Aphaiatempel auf Aigina beobachtet hatte.

Der Planungsvorgang scheint also der gewesen zu sein, daß man die Gesamthöhe der Normalordnung auf 45 Fuß bestimmte, hierauf die aus der Höhendifferenz zur Cella sich ergebene Säulenhöhe durch drei geteilt hat für Architrav und Fries, und schließlich die Zierglieder frei gestaltet wurden.

Zu berücksichtigen aber gilt, daß viele Entwurfsmaße nie so sichtbar am Bau in Erscheinung getreten sind.

 

 

4. REPARATUREN

Schon den alten Ausgräbern war aufgefallen, daß der Tempel mehrfach repariert worden ist. Das zeigte sich bereits am Dachrand, für den es genügend Beispiele von Löwenkopfwasserspeiern aus allen Jahrhunderten gibt. Auch bemerkte Dörpfeld, daß am Westgiebel Eckfiguren aus pentelischem Marmor erneuert und eine ergänzt worden sind. Schließlich hat man seit der Mitte des 1. Jahrhunderts vor Christus Ziegel des Zeustempels benutzt, um Listen des Kultpersonals zu verzeichnen. Auch hierfür ist eine größere Reparatur die Voraussetzung.

Die frühste und zugleich auch umfangreichste Restauration des Tempels fällt nach Mallwitz und Grunauer in das 4. Jahrhundert vor Christus, also etwa 100 Jahre nach Fertigstellung der Kultstelle. Obgleich schriftliche Überlieferungen fehlen, wird aber wohl das Erdbeben von 374 vor Christus, durch das der Apollontempel in Delphi zerstört wurde oder die alte Hauptstadt von Achaia, Helike, im Meer versank, Olympia nicht unberührt gelassen haben. Indiz dafür ist, daß sich seit dieser Zeit in den Fundamenten von Bauten vornehmlich Gebälkteile des Zeustempels, aber auch Säulentrommeln bzw. Fragmente von ihnen verbaut finden. In der Echohalle z.B. wurde eine der westlichen Frontsäulen in das Fundament eingearbeitet - der Kannelurenradius erlaubt die genaue Lokalisierung - und auch das Gebälk der Ostseite des Zeustempels weist eine gleiche verbaute Säule auf, an der Grunauer sogar Reste von Gitterlöchern für eine Vergitterung dreier mittlerer Frontjoche fand. Bei der Auslassung des Gitters wurden die Löcher mit Stuck verschmiert. Weiter liegt ein großer Triglyph in der Südostecke des Echohallenfundaments. Im Westen des Leonidaions kam eine Reihe von Geisonblöcken ans Licht, die für ein Hallenfundament verlegt waren, das später aufgegeben wurde. Stuck und Farbspuren beweisen, daß man die Stücke bereits am Zeustempel versetzt hatte. Es scheinen nach Ansicht Mallwitz Stücke vom westlichen Horizontalgeison gewesen zu sein, auf denen die Giebelskulpturen standen. Sie mußten daher ganz herabgenommen werden. Daß diese Seite schon früh repariert worden war, erkannten die ersten Ausgräber an der horizontalen Verklammerung der Ecktriglyphen mit den anschließenden Metopen. Wohl infolge einer Klaffung bzw. Senkung oder Auswärtsneigung der nördlichen Ecksäule mußten die Eckmetopen auf 1,582 m und dazu entsprechend der Eckarchitrav vergrößert werden, wie auch die Maße am Geison in seiner nördlichen Hälfte. Man nahm das Gebälk also sicher bis zu den Säulen hin ab.

Ebenso deutlich zeigt ein im Westgeison verbauter Block des Ostgeisons, ebenso unter dem Ostgeison verbaute Blöcke, daß beide Fronten des Tempels kurzfristig weggenommen werden mußten.

Die Wasserrinne, die um die Nord- und Ostseite des Südostbaues herumgeht, besteht aus halbierten Triglyphen von Pronaos oder Opisthodom, erkennbar an dem Falz für die Marmormetopen. Der nördliche Ecktriglyph des Pronaos, der sich aus drei Quadern zusammensetzt und heute nach Bericht Mallwitz vor dem Pronaos wieder aufgebaut ist, besitzt auf der Oberseite zwei Paare von Hublöchern. Eine davon, so stellte Krauss fest, war für das Abnehmen, also eine Reparatur wegen, eingearbeitet gewesen. Wesentliche Teile des Gebäudes müssen abgetragen und erneuert worden sein, etwa auch alle Säulentrommeln, die Einarbeitungen zum Heben auf der Oberseite haben, was Dinsmoor zu sehr viel weitgehenderen Restaurationstheorien veranlaßte. Ebenso war die östliche Cellafront samt Metopen abgebaut gewesen.

Unterschiedliche Materialien der Giebelskulpturen an Ost- wie Westfront bestätigen Auswechselungen auch hier.

Zusammenfassend läßt sich festhalten, daß insgesamt bis 1981 feststellbar 37 Säulentrommeln zu Gebälkstücken und 17 Gebälkstücke zu Säulentrommeln umgearbeitet und am Tempel selbst wiederverwendet worden sind. Weitere sieben Säulentrommeln und 20 Gebälkstücke sind an anderen Gebäuden verbaut. Zeitlich lassen sich drei große Reparaturperioden ablesen: a) eine in der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts vor Christus.; b) eine in der Agrippa- Zeit (50- 10 vor Christus); c) die letzte zur Zeit des Diokletians.

Auch das Goldelfenbeinstandbild ist nach schriftlicher Überlieferung im 2. Jahrhundert vor Christus durch den Bildhauer Damophon ausgebessert worden.

 

ZU DEN GIEBELSKULPTUREN

West:

Thema der Gibelkomposition ist der Kampf der Lapithen, eines sagenhaften Volksstammes in Thessalien, gegen die Kentauren aus dem Peliongebirge. Sageninhalt ist, daß letztere vom Lapithenkönig Peirithoos zu seiner Hochzeit geladen waren. Zuerst verlief die Feier friedlich, doch unter dem zunehmenden Weingenusses brach die ungezügelte, halbtierische Natur der Kentauren durch; sie vergriffen sich an Frauen und Knaben und versuchten sogar, die Braut zu entführen.

Thronend in der Mitte steht die 3,15 m große Figur des Apollon, er hielt als Attribute Pfeil und Bogen in seinen Händen. Zu seinen beiden Seiten als Einzelkämpfer dargestellt stehen die Hauptgestalten des Mythos, Peirithoos und Theseus. Auf beiden Giebelhälften sind jeweils drei Kampfgruppen erkennbar, die ersten beiden zweifigurig, die anschließende dreifigurig. Als Abschluß wählte der Künstler eine Zweiergruppe von liegenden Frauen. Links neben Peirithoos folgt allgemein angenommen der Kentaurfürst Eurytion mit der geraubten Braut Deidameia. Es folgt ein Kentaur, der einen Knaben mit sich nehmen will. Die letzte Kampfgruppe links zeigt einen niedergerungenen Kentauren, seinen Bezwinger und eine geraubte Braut. Auf der anderen Seite entspricht der Brauträubergruppe ein Kentaur, der eine Frau bedrängt, indem er sie mit den Vorderbeinen umschlingt; es folgt ein zusammenbrechender Kentaur, der sich des Würgegriffes seines Gegners durch einen Biß in dessen Arm zu erwehren sucht und als letzte Kampfgruppierung ein verwundeter Kentaur, der eine ihm entgleitende Frau am Fuß festhält.

 

Ost:

Das Thema des Einganggiebels, dessen Plastik seit 1875 in einzelnen Fragmenten gefunden worden ist, bildet der Urmythos von Olympia: die Wettfahrt von Pelops und Oinomaos. Doch verzichtet dieser Giebel auf die Darstellung der Wettfahrt selbst, wie sie etwa von Vasen bekannt ist, sondern es ist, wie Herrmann schreibt, "die Unabwendbarkeit des Schicksals und das Wirken der Götter" thematisiert: Das Rennen wird erst vorbereitet.

Fraglich ist die Anordnung der Figuren, die z.T. durch Steinräuber, Archäologen und frühe Reisende auf das ganze Gelände verteilt waren und nur unvollständig ohne Fundort aufgelistet wurden. Sicher aber ist, das die gewaltige Zeusstatue mit 3,15 m die herausgehobene mittlere Stelle im Giebelfeld einnahm, direkt unter der Akroternike. Die weitere Rekonstruktion war lange Zeit fraglich, doch scheint heute die ursprüngliche Anordnung gefunden worden zu sein (die Rekonstruktion im Olympia-Museum ist aber eine andere als die hier besprochene).

Hilfe kam wiederum durch Pausanias, der Oinomaos, die älter ausschauende Statue, rechts von Zeus platziert, links davon den Pelops. Die Frage war nun, ob Pausanias die Sicht des Betrachters meinte, oder ob er von Warte des Zeus aus seine Lokalisierung vorgenommen hatte. Die Lösung gelang über die Lage der liegenden Flußgötter in den unteren Giebelecken. Nach Pausanias war der rechte Kladeos, der linke der Alpheios. Der jugendliche von beiden muß der Gebirgsbach Kladeos, der ältere und bärtige der mächtige Strom Alpheios sein. Kladeos befindet sich also vom Betrachter aus gesehen in der rechten, Alpheios in der linken Giebelecke, was im übrigen auch der topographischen Situation entspricht: links, also beim Ostgiebel der Süden, fließt der Alpheios entlang, während der Kladeos von Norden, also von rechts, kommt.

Darauf baut nun die These auf, zur Rechten Zeus oder links vom Betrachter den Pelops zu stellen, auf die andere Seite den Oinomaos. Thematisch würde sich auf der vom Betrachter linken Hälfte die Braut Hippodameia an Pelops reihen, während die Königin Sterope, sich von ihrem Mann abwendend, rechts platziert werden sollte. Vor ihr kniet rechts eine Dienerin, dem das Gespann und ein weiterer Diener folgt. Ein abgewandter Jüngling und der Flußgott schließen diese Giebelecke nach rechts hin ab.

Links ist der Aufbau spiegelsymmetrisch gleich, nur der abgewandte Jüngling wird durch einen aufschauenden Seher, allgemein so gedeutet, ersetzt.

H. Kyrieleis unterstützt die zuerst von Kekulé formulierte und hier beschriebene Aufstellung durch verschiedene weitere Aspekte: Die Geste der Hippodameia, in der linken Giebelhälfte also, deutet er als Brautgestus, in Vorwegnahme des Rennausganges. Gut belegt anhand von Vasen und Grabreliefs ist die Haltung der Sterope - der Kopf auf die Hand gestützt, der andere Arm vor die Brust genommen: Sie verharrt im häufig benutzten Trauergestus. Den mittigen Zeus beschreibt Kyrieleis als "für die Beteiligten unsichtbar", doch kann sein Kopfnicken und die Entblößung des Oberkörpers auf der Seite des Pelops dahingehend gedeutet werden, daß er sich dem späteren Sieger offenbaren will; aber weder Pelops noch König Oinomaos blicken ihn an.

Die Reihenfolge der Erschaffung der beiden Giebelfelder sieht Herrmann in folgender Reihenfolge: erst der Westgiebel, der in seinem drastischen Erzählstil letztlich noch in der Nachfolge archaischer Traditionen stehen soll, dann der im Ewigkeitscharakter eingebettete Mythos im Osten.

Ein Vergleich mit dem Parthenon würde allerdings zeigen, daß die Fertigstellung der Eingangsseite vorrangig betrieben wurde, ich der Argumentation Herrmanns so nicht folgen möchte, ich es aber wegen der ohnehin allgemein sehr kurzen Bauzeit für sehr problematisch halte, eine solche Aussage zu treffen. Vielleicht sind beide Seiten sogar in einem zeitlichen Überschnitt gefertigt worden.

Ergänzungen am Zeus und dem Pelops sind eindeutige Merkmale für Reparaturen, die im 4. Jhd. und später notwendig wurden. Bei einer dieser Restaurationen wurde dem Sieger des Wagenrennens ein bronzener Panzer angelegt. Verstärkt wird der kultische Aspekt der Giebelseiten noch durch die Aufstellung der Statuen in Frontaldarstellung, die stark an archaische Stiftungsgaben erinnert.

 

ZU DEN METOPEN

Anders als viele dorische Tempel der Klassik besaß der Zeustempel keine skulptierten Metopen am Außenbau. Dafür waren an der Cella Stirn- und Rückseite mit Metopenreliefs geschmückt. Als Thema hat man die Taten des Herakles gewählt, den Lieblingshelden insbesondere der Dorer.

Der Zyklus beginnt über der Rückfront der Cella mit der Erlegung des Nemeischen Löwen; es folgt der Kampf mit der vielköpfigen Hydra; dann die Übergabe der getöteten Stymphalischen Vögel an Athena; das Einfangen des Kretischen Stiers; die Bezwingung der goldgehörnten Kerynitischen Hirschkuh; und der Sieg über die Amazonenkönigin Hippolyte.

An der Vorderseite der Cella bringt Herakles dem in ein Faß geflüchteten Eurystheus den Erymanthischen Eber; bändigt das menschenfressende Roß des Thrakerfürsten Diomedes; erschlägt den dreileibigen Riesen Geryoneus; gewinnt die Hesperidenäpfel; holt den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt; und er reinigt den Augiasstall.

Zurück zur Auswahl


Copyright of this site © 1997, 1998 by Orell Witthuhn, Unterm Schulberg 1, D-37412 Herzberg am Harz.