Hinweise für eine konsequent nutzerfreundliche Wandermarkierung
von Rainer Brämer
(1998)
Ziel der Markierung von Wanderwegen ist es, Landschaftsunkundigen
die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten einer Region zu erschließen.
Dabei ist davon auszugehen, daß Gäste wie Einheimische heutzutage
kaum noch in der Lage sind, sich vor Ort freihändig oder anhand einer
Karte zu orientieren. Die Auszeichnung von Wegen muß daher dem doppelten
Grundsatz der Sichtmarkierung und Sicherheitsmarkierung folgen: Sie muß
direkt ins Auge fallen, ständig präsent sein und darf keine Zweifel
über die weitere Wegeführung lassen noch gar irgendwo Lücken
aufweisen. Markierungen machen nur Sinn, wenn sich auch der Ungeübte
hundertprozentig auf sie verlassen kann und nicht dedektivisch nach ihnen
Ausschau halten muß. Schon eine leichte Desorientierung führt
zu Frust und Vertrauensverlust, ein ungenügend ausgewiesener Abzweig
kann die restliche Markierungsmühe wertlos machen. Von daher ist die
ständige Pflege des Wanderwegenetzes unerläßlich - eine
Aufgabe, die nur von dauerhaften, mit "ihrem" Weg verbundenen Wegepaten
gelöst werden kann.
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