Computerprobleme...?!
Wer hat denn so was?? Na egal, an dieser Stelle das Frühwerk "Bootet
er nicht?", das für Otto-Normalcomputer und -Nutzer gedacht war, also
keine übertakteten Kisten mit Gelkühlung und abbrennenden Grafikkarten |
|
... wenn der rechner urlaub macht.
da gibt es diverse harmlose Gründe: Stecker nicht richtig
drin, Stecker heimlich kaputt, aber man siehts nicht, Diskette im Laufwerk
vergessen, Leute mit langen Füßen, die immer die Kabel rauskicken,
Netzserver abgestürzt, ein halb abgeschickter, aber dann stornierter
Druckauftrag blockiert den Drucker, jemand hat am Bildschirm rumgeschraubt,
Cola in der Tastatur, eine Erbse unter der Mausmatratze...
Meistens ist der Rechner NICHT kaputt, wenn er plötzlich
nicht mehr geht und "vorhin ging er noch".
WOHLGEMERKT: ALLE STÖPSELEIEN SIND BEI AUSGESCHALTETEM GERÄT
VORZUNEHMEN!
Und alle Schraubereien im Gerät nur mit gezogenen Steckern
- auch die Verbindung Telefonkabel / Modem muß gekappt werden, denn
auch hierdurch fließt Strom!
1. Mein Rechner macht beim anschalten
1a. Die Geräusche sind
1aa (kein Bild, aber Geräusche) der Monitor
1ab der VGA-Stecker
-
ist in der VGA-Karte und im Monitor eingesteckt
-->1ac
-
liegt blöde in der Gegend rum (ein gleichmäßig graues
Bild oder Flimmern erscheint auf dem Monitor) --> einstecken und zum
Anfang zurück
1ac. Die Geräusche
-
sind sehr komische Serien von Piepstönen --> das
BIOS will dir was sagen.
-
sind ganz normal --> die VGA-Karte, das VGA-Kabel oder der Monitor
ist kaputt. Am besten probierst du einen anderen Monitor aus oder testest
den Monitor an einem anderen Rechner.
--> VGA-Karte: oft mit Piepstönen verbunden, aber nicht
immer
--> VGA-Kabel: je nachdem welche Leitung hin ist, gibts n graues
oder kein Bild (kann man ausprobieren, indem man das Kabel abzieht, spätestens
dann müßte ein graues Bild oder Flimmern kommen)
--> Monitor: es gibt einfach überhaupt kein Bild.
Du bist am Ende.
1b. Der Netzstecker
-
ist drin in der Steckdose und im Rechner -->1ba
-
ist draußen --> in einen der eingemauerten Schweinerüssel
in der Wand bzw. hinten in den Rechner stecken und zum Anfang
zurück!
1ba. (keine Geräusche, Stecker drin)
Auf der Steckdose
-
ist kein Saft, weil die zwischengeschaltete Steckdosenleiste ausgeschaltet
ist --> einschalten und zum Anfang zurück!
-
ist trotz eingeschalteter Steckdosenleiste kein Saft: dies ist vermutlich
der einzige Moment deines Lebens, in dem du gefahrlos einen Tetrapak öffnen
und Saft hineinschütten kannst, was allerdings nicht sinnvoll ist.
Prüf lieber, ob die Sicherung rausgeflogen ist, und TRINK den Saft,
denn wenn du ihn reinschüttest, brauchst du die Sicherung nie wieder
reinmachen.
--> Such (oder mach) dir eine Steckdose, auf der Strom ist,
und gehe zum Anfang zurück!
1bb. Wenn ich ganz supergenau hinhöre,
-
höre ich ein leises Brummen -->1bc
-
höre ich überhaupt nix
--> Wahrscheinlich ist das Netzteil oder das Verbindungskabel
zum Rechner hinüber. Versuch's erst mal mit nem anderen Kabel und
checke ab, ob dein Netzteil eine separate Sicherung hat, die man wechseln
könnte.
1bc. (es brummt leise) Ein Blick in den geöffneten
PC zeigt mir, daß
-
alle Kabel, Chips und Karten fest in ihren Sockeln stecken
--> wschl. ist ein Chip im Eimer (relativ unwahrscheinlich,
wenn der Rechner nicht kurz vorher rumgefallen ist). Du kannst versuchen,
alle Karten durchzutesten, indem du sie rausnimmst und guckst, ob der Rechner
dann beim Einschalten was tut, z.B. piepsen.
-
eine Karte, ein Chip oder ein Kabel schief hängt oder ganz
aus der Fassung gerutscht ist --> wieder (bei gezogenem Netzstecker!) dort
hinstecken, wo sie hingehören und zum Anfang zurück
2. Das Bild auf dem Monitor
-
bleibt noch vorm Booten ohne Fehlermeldung
hängen -->2a
-
bleibt mit einer Fehlermeldung stehen
-->2b
-
zeigt einen normalen Bootvorgang --> was will man mehr?
Viel Spaß mit Deinem laufenden Rechner! Alle weiteren
Probleme sind wahrscheinlich Softwareprobleme, und hierfür kann kein
vernünftiger Mensch einen vernünftigen Schlüssel erstellen...
ein von Herzen kommender Rat für dich: Mach ne Bootdiskette,
nutz einen Virenscanner und sichere deine Dateien! (mehr dazu siehe unten)
2a. Im CD- oder Diskettenlaufwerk befindet
sich
-
eine CD / Diskette --> wenn möglich entfernen, Rechner ausschalten
(Grund dafür unten!) und zum
Anfang zurück
-
kein Datenträger an Bord irgendeines Laufwerks -->2aa
2aa. Weitere Geräte an?
-
Mit dem Rechner zusammen werden weitere Geräte angeschaltet,
die sonst beim Booten nicht angeschaltet sind (Neonröhre, Schreibtischlampe,
ein Scanner, ein externes Zip-Laufwerk etc.), oder aber ein Gerät
wird direkt nach dem Starten des Rechners angeschaltet
--> es könnte sein, daß dieses Zusatzgerät eine
Stromschwankung verursacht oder über die Verbindung zum Rechner ein
Signal schickt, das das BIOS in dem Moment nicht lustig findet. Alle Trafos
von Zusatzgeräten ausstöpseln oder die Geräte ausgeschaltet
lassen, die solche Wechselwirkungen erzeugen, und die Geräte erst
in den Stromkreis reinhängen, nachdem die kippelige Bootphase überwunden
ist.
-
es werden keine weiteren Geräte
mit dem Rechner zusammen eingeschaltet -->2ab
2ab. Der Rechner bootet mit Hilfe einer Bootdiskette
2ac. Die Festplatte ist
-
"ansprechbar": benutzbar, aber nicht mehr bootfähig
--> viele Gründe: mir persönlich bekanntgeworden sind
ein amokgelaufenes Norton Utility oder ein Virus, oder aber der Bootsektor
der Platte kann einen physikalischen Schlag haben. Oder eine vermurkste
Installation.
An dieser Stelle ist ein Virencheck mit einer schreibgeschützten
und cleanen Bootdiskette sehr sinnvoll.
Du solltest alle Daten retten, an die du drankommst, bevor du
versuchst, die Platte neu zu partitionieren und zu formatieren.
Wenn die Platte auch danach nicht ohne Bootdiskette läuft,
solltest du sie überprüfen und evtl. die "Spur" neu einstellen
lassen (Hard-Formatierung - das interessiert vielleicht alle Norton-Utility-Leute)
Wenn die Platte nicht mehr zum Booten taugt, aber trotzdem noch
benutzt werden kann, kannst du sie auch als Zweitplatte evtl. noch mitlaufen
lassen (solltest sie aber genauestens im Auge behalten.)
-
"nicht ansprechbar" (man kommt an die Daten nicht mehr ran)
--> Spricht die Platte nicht an, kann es sein, daß sie
einen echten Schlag hat. Ältere Seagate-Platten sind auch dafür
bekannt, daß sie richtig hängen. Bei Laptops mit Seagate-Platten
hieß es dann: einmal das Gerät ruckartig drehen, um die Platte
in Schwung zu bringen... Außerdem können die Partitionsdaten
verlorengegangen sein und alle Faktoren unter dem Punkt "ansprechbar" zutreffen.
Ganz beliebt ist auch das Spiel mit der falschen Bootdisketten-Version:
wenn man einen System32-Rechner mit einer System16-Bootdiskette
ankurbelt oder eine DOS-Doublespace / Drivespace-Kiste mit irgendwas anderem
versucht zu starten, gibts perfidesten Festplattenmurks. Also: wenn möglich
mit der korrekten und auf gar keinen Fall mit einer "älteren" Bootdiskette
ankurbeln!
Mach keine Neuinstallation, bevor du nicht die korrekte Bootdiskette
oder den korrekten Zugriff auf deine Daten und alles Wichtige gesichert
hast.
2ac. Die Festplatte und andere Laufwerke
-
laufen an (Lichter gehen an und wieder aus)
--> hier kommt alles in Frage vom Software-Treiberfehler, runtergefallenen
Jumpern, Steckerschäden, einer BIOS-Fehleinstellung (z.B. wegen Batterie-Leer)
bis zum Kaputtsein eines Gerätes (CD-ROMs und Diskettenlaufwerke gehen
gerne ohne Fehlermeldung kaputt) oder auch einem Virus. In einem Fall hing
auch ein SCSI-Rechner ohne Fehlermeldung beim Booten fest, weil der externe
Stecker zwischen der SCSI-Karte und dem Scanner nur halb drin war (der
wurde ständig von langbeinigen Leuten unterm Tisch rausgetreten).
Es lohnt sich also, auch externe Stecker genauestens zu überprüfen.
Wenn keine Fehlermeldungen und keine BIOS-Piepstöne vorliegen,
hilft nur Profi fragen oder probieren, alle Geräte bis auf eine Grundkonstellation
(Festplatte, VGA-Karte, Speicher, Motherboard, Tastenbrett) auszubauen.
Besonders neu eingebaute Laufwerke sollten noch mal rausgenommen werden
und getestet, ob es dann läuft.
-
laufen nicht an (Lichter gehen an, aber nicht wieder aus oder Lichter
gehen gar nicht erst an)
--> es könnte sein, daß die Festplatte oder ein anderes
Laufwerk hängt. Um herauszufinden, ob es an der Boot-Festplatte liegt,
müssen alle anderen Laufwerke vorübergehend ausgestöpselt
werden. Es könnte auch ein Jumper-Problem (neue Laufwerke eingebaut,
dann gehen gerne zwei Geräte gleichzeitig "dran"), ein Virus oder
alles andere sein. Ohne Fehlermeldungen ist hier fast überhaupt nix
zu machen, manchmal bekommt man nach dem 3. oder 4. Booten plötzlich
doch ne Meldung, manchmal auch bei jedem weiteren Booten ne unterschiedliche.
Die sollte man sammeln und dann bei "2. Fehlermeldungen"
weitermachen.
2b. (Das System bleibt mit einer
Fehlermeldung hängen) Im CD- oder Diskettenlaufwerk befindet sich
2ba. Die Fehlermeldung moniert:
-
daß eine Nicht-System-Diskette / ein Nicht-System-Datenträger
im Laufwerk ist und man dieses Ding doch bitte entfernen möge
--> Entferne den bemäkelten Datenträger und schalte
den Rechner aus, statt ihn per Tastendruck weitermachen zu lassen.
Sonst ziehst du eventuell einen Bootvirus auf die Platte. Dann zum
Anfang zurück
-
daß der Datenträger fehlerhaft, nicht lesbar oder unformatiert
ist
--> auch hier gilt: wenn der Datenträger schon beim Booten
angepöbelt wurde, raus damit, Rechner aus, und zum Anfang
zurück.
2bb. Die Fehlermeldung tritt auf,
2bc. ein neues Gerät
-
wurde eingebaut
-
wurde nicht eingebaut
--> 1. Möglichkeit: der Rechner "erwartet" vom BIOS her
noch irgendein Gerät, das nicht angeschaltet ist oder dessen Daten
verstellt wurden. Dies wird er in einem Code oder "offen" sagen.
2. Möglichkeit: die obligatorische Meldung, daß das
Betriebssystem geladen wird, ist im BIOS ausgeschaltet worden.
In beiden Fällen hilft es nur, neu zu booten und während
des Starts in den BIOS-Setup einzusteigen,
um die Einstellungen zu überprüfen (die für seine Hardware
sollte man besonders bei älteren Rechnern mit nicht-automatischem
BIOS kennen und aufgeschrieben haben!) Nach dem Neustart und BIOS-Setup,
wenn man eine Einstellung geändert und abgespeichert hat, zum
Anfang zurück
2bd. Die Fehlermeldung moniert
-
einen fehlenden Treiber (Befehl oder Datei nicht gefunden)
--> hierbei sollte der Rechner im Allgemeinen nicht hängenbleiben,
vielleicht wartet er nur auf einen Tastendruck, um weiterzubooten. Manchmal
ist aber auch im BIOS eingestellt, daß der Rechner nach jedem Fehler
warten "soll".
Wenn er hängenbleibt, schreibe dir den Treiber- / Befehls-
/ Dateinamen auf, überprüfe die Pfadangabe und ob das Gerät,
auf das der Treiber sich bezieht, überhaupt im System integriert und
betriebsbereit ist. Manche Treiber sind da stur und machen erst weiter,
wenn ihr "Liebling" mitmacht.
Starte zu dieser Überprüfung notfalls im "abgesicherten
Modus", im "DOS-Modus ohne Laden der Treiber" oder mit einer Boot-Diskette
mit minimaler autoexec.bat und schreibe ein "REM" vor jeden Befehl, der
eine Fehlermeldung provoziert und den Rechner hängen läßt.
Ein Problem kann auch sein, daß eine Datei, die nicht
gefunden wurde, eine Kettenreaktion auslöst, oder auch die falsche
Ladereihenfolge. Bau dir eine Minimal-Konfiguration der autoexec.bat und
config.sys und achte darauf, daß die Config-Treiber geladen werden,
bevor Autoexec-Befehle mit ihnen rumbasteln wollen.
Beachte auch, daß manche Geräte keinesfalls vor anderen
Geräten geladen werden wollen - es hat wenig Sinn, ein CD-ROM am Controller
einer Soundkarte ansprechen zu wollen, die noch nicht geladen ist oder
einen Scanner zu suchen, dessen SCSI-Karte noch keine Startbefehle erhalten
hat.
Manche Geräte (z.B. ältere Genius-Mouse) fahren auch
nur mit hoch, wenn sie während des Anschaltens aktiviert wurden (Maustaste
runterhalten). In solchen Fällen werden aber sicherlich nur besonders
kitzlige Konstellationen dazu führen, daß der ganze Bootvorgang
hängenbleibt. Doch ulkige Konstellationen sind
nicht auszuschließen ...
-
irgendwas skurriles oder n Fehlercode
--> im besten Fall steht in der Bedienungsanleitung, was der
Rechner damit meint. Angesichts von 10.000 Möglichkeiten, Software
zu installieren und komische Dinge zu produzieren (einmal hat eine HP-Laser-Druckerinstallation
jedesmal ein Blatt mit "Voreinstellungen" ausgeworfen, bevor der eigentliche
Ausdruck kam - und jedes Mal kamen die Voreinstellungen natürlich
auf dem zuerst eingelegten Briefkopfbogen - nach etlichen Anrufen bei der
Hotline kam schließlich der Rat, den Druckertreiber neu zu installieren,
und es war tatsächlich eine bescheuerte Datei, die von der CD beim
ersten Mal nicht richtig gelesen wurde, und danach lief es) - manche Unverträglichkeiten
stehen in den "lastchanges", den "readme" oder "wichtig"-Dateien der Software,
oft mit Lösungsvorschlägen.
Auf jeden Fall ist jeder Befehl, der den Rechner hängen
läßt, zu "rem"men, die Reihenfolge des Ladens zu überprüfen
(probier mal [F5] und [F8] beim Booten aus) und jeder Hardware-Fehler wie
ein wackelnder Stecker und anderes ist möglichst auszuschließen,
bevor ein solcher Fehler wirklich festgemacht werden kann.
Wo ein Fehlercode vorliegt, kannst du ihn evtl. mit dem angesteuerten
Gerät zusammen in eine WWW-Suchmaschine eingeben. Generell solltest
du dir alles an verfügbaren Papierstapeln und Beschreibungsdateien
zur Software reinsaugen (ganz vorsichtige Leute drucken jede einzelne Readme-
und Wichtig- und Zuerst-lesen- und Probleme-Datei aus uns stopfen sie in
einen Aktenordner).
Denk immer auch an einen Virus und starte irgendwann mal von
der Bootdiskette mit einem Virenscanner.
Rechnerpiepsgeräusche
- schönen Gruß vom BIOS! AMI AWARDPHOENIX
geklaut bei http://www.qsl.net/dl5ark/bios.html
Hersteller: AMI
Beepcode Bedeutung Erklaerung
1 x kurz Refresh failure Der Speicher ist fehlerhaft
oder kann mit diesem Motherboard
nicht verwendet werden.
2 x kurz Parity error Der Speicher ist fehlerhaft oder
hat kein Parity-Bit. Im zweiten
Fall kann man den Fehler verhindern,
indem man die Parity-Pruefung im BIOS
abschaltet.
3 x kurz Base 64K memory failure
Allgemeines Speicherproblem, wobei
der genaue Grund nicht ermittelt
werden konnte
4 x kurz Timer not operational
Motherboard defekt
5 x kurz Processor error Prozessor oder Motherboard defekt
6 x kurz 8042 - gate Das Motherboard versteht sich nicht
mit dem Keyboard-Controller.
Ungewoehnlicher Fehler, der eigentlich
nur bei inkompatiblem BIOS-Update
auftreten kann. Sonst ist das
Motherboard bzw. der Keyboard-
Controller defekt.
7 x kurz Processor exception interrupt error
Prozessor oder Motherboard defekt
8 x kurz Display memory read/Write failure
Fehler im Videospeicherbereich
9 x kurz ROM checksum error
Fehlerhafte Pruefsumme des BIOS-ROM.
Im Falle von Flash-ROM weist dieses
Problem auf fehlerhafte Flash-Speicher
hin. Man sollte versuchen, das BIOS
erneut zu programmieren.
10 x kurz CMOS read/write error
Zugriffsfehler auf CMOS-Speicher.
Vermutlich muss das Motherboard
ausgetauscht werden, da dieses Bauteil
fest aufgeloetet ist.
11 x kurz Cache memory bad
Speicherfehler im Second-Level-Cache.
Bei aelteren Motherboards sollte man
die Jumper-Stellungen der Cache-Groesse
ueberpruefen. Sonst ist der Cache-Speicher
zu ersetzen.
Hersteller: AWARD
Beepcode Bedeutung
lang Kein Zugriff auf Hauptspeicher moeglich
(Fehler in den ersten 512 kByte des Hauptspeichers).
lang kurz kurz Initialisierung der Videokarte nicht moeglich.
Es wird trotzdem gebootet (das System wird allerdings
in der Regel abbrechen, sobald das Betriebssystem auf
die Videokarte zugreifen will).
Hersteller: PHOENIX
Beepcode Bedeutung
kurz alles OK
andere Codes Je nach Version verschieden.
Warum man Rechner AUSSCHALTEN
sollte, wenn beim Starten eine Diskette im Laufwerk lag...
Ein Bootsektor-Virus wird im Allgemeinen nur dann auf die Festplatte
übertragen, wenn er beim Booten von einer infizierten Diskette in
den Arbeitsspeicher gelangt. Sobald er auf der Festplatte ist, wird er
jedesmal mitgebootet und infiziert sämtliche eingelegten nicht-geschützten
Disketten. Deshalb sollte man niemals einen Rechner anlassen, der mit einer
vergessenen "Nicht-System-Diskette" oder einer entsprechenden CD-ROM in
einem bootfähigen Laufwerk hängenbleibt, sondern den Datenträger
entfernen und dann NICHT die "beliebige Taste" drücken um weiterzumachen,
sondern den AUS-KNOPF. So lange die Festplatte noch nicht gelesen wurde,
wird der Virus auch nicht übertragen, und durch das Ausschalten wird
er vorher aus dem Arbeitsspeicher gekickt.
Ein von Herzen kommender Rat, solang
Dein Rechner einwandfrei läuft oder die Mucken noch in Griff zu kriegen
sind
Mach, so lang er läuft, ne gescheite Bootdiskette und benutz
regelmäßig nen Virenscanner, mach ne regelmäßige
Sicherungskopie (am besten in einem auch für andere Systeme leserlichen
Format, z.B. stumpf eine Dateikopie auf CD-Brätzer oder auf ZIP- oder
JAZ-Drive) von allem was dir wichtig ist und tu alles, daß du im
Fall eines Rechnercrashes nicht ganz datenlos zusehen mußt, wie deine
Kiste mit deinem Lebenswerk abraucht...
Wenn du dein Lebenswerk auf Disketten sicherst, lösch die Festplattenkopie
niemals (und leg am besten auf einer getrennt ausbaubaren zweiten Festplatte
eine weitere an), denn Disketten halten im ungünstigsten Fall 1 Woche
bis bestenfalls 6 Jahre und sind dann auch bei staubfreier, trockener,
kühler Lagerung hinüber. Bei mittelgroßen Projekten lohnen
sich 100MB-Zip-Disketten (Speicherkapazität ca. 72 normale Disketten),
wenn mehr als 2 100-Zipdisketten zum Bunkern gebraucht werden, lohnen sich
CD-Schreiber (die Kopien auf CD können leider nicht weiterverändert
werden, aber für abgeschlossene Projekte ist so ne CD der sicherste
Ruheplatz).
Ich empfehle einen Mix aus persönlicher Datei-Sicherung als
unverschlüsselte Dateikopie auf Zip-Diskette und CD-Brenner, das System
selbst ist besonders bei komplizierten Installationen und Programmen am
besten in einem Backup-Format auf CD-Brenner (mehr als 2 CDs sollten allerdings
nicht benötigt werden) und auf Bandlaufwerk oder einer Extra-Sicherungsfestplatte
untergebracht - oder aber als 1:1 Kopie auf einem absolut parallel aufgebauten
Zweitrechner.
Ein System kann man mit mehr oder weniger Arbeit neu aufbauen, persönliche
Dateien sind im Zweifelsfall weg. Also sorgt besonders bei euren persönlichen
Daten dafür, daß sie nicht weggehen können.
Einstieg in den BIOS-Setup
Je nach BIOS und je nach Rechnermodell gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten, in den Setup-Modus für sein BIOS zu gelangen:
eine der üblichsten ist nach dem Anschalten das Drücken der Taste
"[DEL]" oder "[ENTF]", solang der Arbeitsspeicher geprüft wird. Meist
(wenn die Meldung nicht ausgeschaltet ist) steht das auch am unteren Bildschirmrand.
Es gibt noch n paar andere Einstiege, wie z.B. [ALT]+[1] oder ähnlich
abstruse Tastenkombinationen, besonders bei Laptops darf man gespannt sein.
Wenn durch keine Bildschirm-Meldung oder ein eventuelles Handbuch
herauszubekommen ist, wie es geht, hilft nur, beim Booten auf die BIOS-Bezeichnung
zu achten oder den Rechner aufzuschrauben und direkt auf dem Chip nachzulesen
und anschließend im Internet nach der BIOS-Version und der Rechner-/
Motherboard-Marke zu recherchieren und zu hoffen, daß einer Bescheid
weiß, ohne Geld dafür sehen zu wollen.
Ulkige Konstellationen
Ich hatte mal einen 386-Rechner mit Genius-Mouse, der nur ansprang,
wenn die Schreibtischlampe aus war und das externe ZIP-Drive erst 1 Sekunde
nach dem Anschalten eingestöpselt wurde. Die Maus lief nur mit, wenn
man beim Starten eine Taste gedrückt hielt.
Mein jetztiger privater P1-Rechner bootet nur, wenn der Scanner
keinen Strom hat, und seit anderer Arbeitsspeicher im System ist, bleibt
er nicht mehr alle 2 Male mit brennender Festplattenlampe beim Start hängen
und geht nur auf Warmstart weiter, sondern bootet ordnungsgemäß
(vorausgesetzt der Scanner hat keinen Strom). Im Gegensatz zu einem baugleichen
Rechner (in dem meine alten Arbeitsspeicher-Chips ohne skurrile Symptome
funktionieren) bleibt allerdings bis zum Ausschalten beim Herunterfahren
die Festplatten-Laterne an.
Mein K6 an der Arbeit ist son seltenes Genie, daß er mit
Win98 arbeiten kann, aber mit Win95 durch Null dividiert (was er einem
allerdings erst NACH der Installation mitteilt), außerdem funktioniert
nur mit ihm einer der wenigen amtlichen W98-Bugs (F15:irgendwasblablaellenlangeZahl),
und der besonders gerne, wenn Netscape und Explorer in einer bestimmten
Reihenfolge angehustet werden.
Man kann nie sagen, an was für einer komischen Stelle akute
Bauteil-Allergien auftreten und wie sie sich auswirken können. Ich
setze auch im Gegensatz zu jedem Hersteller voraus, daß JEDER Rechner
zusätzlich zu einer Software-Allergie auch irgendeine perfide Hardware-Klatsche
hat, die einem zu gegebener Unzeit auf die Finger knallt. Dazu ist mir
das schon zu oft passiert... eigentlich muß man sich wundern, daß
ein so großer Teil der Rechner läuft anstatt ständig zu
verröcheln.
Du bist am Ende...
Hier bist du hingekommen, weil der Schlüssel keinen Lösungsweg
für Dein Problem anbieten konnte. Aber verzweifle nicht - erstens
ist dieser Schlüssel nicht durch einen Profi, sondern durch einen
Laien erstellt, und zweitens gibt es für alles - von Deinen persönlichen
Dateien mal abgesehen - materiellen Ersatz. Einen Grund, untröstlich
zu sein, hast Du nur, wenn Deine Daten tatsächlich ins Nirwana abgerauscht
sind, bevor Du sie retten konntest; alles andere kann ein Weihnachts-Wunschzettel
eventuell wieder wett machen.
Du bist fertig...
morelinks zum thema
http://millbury.k12.ma.us/~hs/techrepair/repairpc.html [für den Inhalt des Externlinks bin ich nicht verantwortlich]
(ein Frühwerk zum Thema "Rette dich selber",
zuende gearbeitet am 15.10.2000)
[14112002HikE]
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